Donja lacht wieder
Erschütternd waren nach dem Sturz des Diktator Ceaucescu Berichte in den Medien über "Kinderheime" in Rumänien, z. B. die Meldung vom 20. März 1991 in den AACHENER NACHRICHTEN: "Für viele tausend Kinder war es die Hölle auf Erden: In rumänischen Gefängnissen, die sich ‚Kinderheime' nannten, vegetierten sie unter Aufsicht von Wärterinnen völlig verängstigt und eingeschüchtert dahin. Von Kot verdreckt, saßen sie oft zu mehreren in den Betten, wurden mit Stöcken in Schach gehalten, brutal geschlagen, kaum ernährt. Der Tod ging um in den 300 rumänischen Kinderheimen". Die Medienberichte wurde durch unmittelbare Erfahrungen verstärkt: Das Aldenhovener Ehepaar Kay engagierte sich privat für Rumänien, war mehrmals vor Ort und berichtete uns über bedrückendes Elend, aber auch über aufkeimende Hoffnung.

 

Teilen und heilen

Viele Menschen in Polen litten bittere Not. Wo und wie konnten wir helfen? Wir erfuhren, dass Medikamente, Babynahrung und Kinderkleidung dringend im Hospital und im Waisenhaus in der Bergarbeiter-Stadt Waldenburg im niederschlesischen Steinkohlenrevier gebraucht wurden.

17 Tonnen Hilfsgüter und ein stattlicher Geldbetrag kamen zusammen. Die Dürener Firma ROTECK sorgte für den kostenlosen Transport, den Lucia Dreßen, die aus Waldenburg stammt, als Vertreterin unserer Martinus-Aktion begleitete. 

Jennifers Baby Amelita

Amelita ist ein Kind auf den Philippinen. Sie wurde im April dieses Jahres am staubigen Straßenrand der Millionenstadt Cebu City geboren und steht exemplarisch für mehr als 10.000 Straßenkinder in Cebu City, die kaum eine Chance haben zu Wachsen. Dabei ist mit „Wachsen“ mehr gemeint als „groß“ werden. „Wachsen“ heißt gesellschaftliche Teilhabe, eine Chance zu einem würdigen Leben und der Entfaltung zu einer Persönlichkeit.

Helga und Jochen Range sowie ihren Partnern vor Ort ist es wichtig, dass die Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch Strukturen für ihr Leben und Selbstwert entwickeln. Dabei muss ganz niederschwellig begonnen werden.