Callescuela - Bücher für die Straßenkinder in Para...

Es sollen zwei Räume mit didaktischem Material für Kinder und Jugendliche (NNA) in zwei Stadtteilen der Hauptstadt Asuncion, nämlich in Villa Antonio (180 Familien) und Villa 9. März (47 Familien),ausgestattet werden.

Mit der solidarischer Hilfe von Aldenhoven/Deutschland sollen zwei Mediotheken eingerichtet werden, in jedem Stadtteil eine; eine Spielothek (Bücher zum Spielen und zum Lernen für Kinder und Jugendliche) und eine Videothek sollen integriert werden. Schulische Hilfe ist die zentrale Aufgabe eines Programmes in Paraguay, das sich “ besondere Aufmerksamkeit für Kinder und Jugendliche, die auf der Straße arbeiten” nennt. Wegen der großen Armut und der schlechten Infrastruktur in den Armenvierteln werden die Kinder und Jugendliche schon sehr früh auf die Straße getrieben. Sie verbringen ihre Kindheit und ihre Jugendzeit auf den Straßen ihres Viertels.

Wasser ist Leben

Pater Dr. Pantaleon Iroegbu, Pantaleon aus Nigeria, der zwei Jahre in Jülicher Gemeinden pastorale Dienste leistete, ist der Initiator eines Wasserprojektes, das die Lebensbedingungen von Menschen in seiner Heimatpfarre Umueze-Umunumo positiv verändern soll. Man möchte die traditionelle und bewährte Wasserversorgung durch Zisternen nutzen. Durch die Sammlung von Oberflächenwasser (in der Regenzeit) und durch das Auffüllen mit Wasser aus einem nahen Fluss (in der Trockenzeit) werden sowohl die Trinkwasserversorgung gesichert als auch die Bewässerung kleiner Felder gewährleistet.

Gedacht ist an Gemeinschaftszisternen in den Ausmaßen von 9 m x 8 m x 7 m. Hierzu bedarf es sorgfältiger Bodenuntersuchungen für eine geeignete hochgelegene Position sowie genauer statischer Berechnungen für die großen Betonreservoirs. Durch unsere Martinus-Aktion wird der Bau einer Gemeinschaftszisterne finanziert.

Hoffnung schenken, dass junge Mütter mit eigenen H...
Die Martinus-Aktion 2001 ZUKUNFT SCHENKEN ist erfolgreich abgeschlossen worden. Herr Prälat Arnold Poll, Vorsitzender unseres Projektpartners KINDER IN DIE MITTE e.V., schrieb uns: "Die St. Martinus-Aktion Aldenhoven darf sich freuen, dass sie wieder einmal mithelfen konnte, einen Ort zu schaffen, an dem das Leben wachsen kann." Er fügte einen Bericht des Mutter- Kind-Zentrums hinzu, aus dem der entscheidende Sachinhalt nachstehend zitiert wird.

Kleine Schritte - Große Chancen

Die evangelische Kirche von Marokko ist 100 Jahre alt. Sie hat 11 Gemeinden und ist die einzige protestantische Kirche, die in Marokko staatlich zugelassen ist. Ihr Diakonieausschuss ist verantwortlich für die Arbeit mit Flüchtlingen und Migranten. In Zusammenarbeit u.a. mit der Katholischen Kirche verfolgt die Eglise Evangelique au Maroc verschiedene Projekte, die die Situation tausender in Marokko gestrandeter Flüchtlinge im Blick haben. Deren Zahl nimmt stetig zu, sie stammen aus den schwarzafrikanischen Ländern der Subsahara und flüchten vor Krieg und Bürgerkrieg, vor der Verfolgung krimineller Banden, vor Korruption und unsagbarer Armut und Chancenlosigkeit, vor der Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen, nicht zuletzt verursacht durch den Raub der Ressourcen durch den Norden unserer Welt. Diese Flüchtlinge machen sich per Lastwagen oder zu Fuß auf den Weg und sind oft zwei bis drei Jahre unterwegs.

 

Tränen, die du lachst, brauchst du nicht zu weinen

„Tränen, die du lachst, brauchst du nicht zu weinen“ – so lautet das Motto der diesjährigen Martinusaktion. Und das ist gleichzeitig der Leit – und Wahlspruch des Aachener Kinderzirkus „Pinocchio“, dessen Arbeit wir in diesem Jahr unterstützen wollen.

Der Gründer des Kinderzirkus, Josef Steinbusch, ist 64 Jahre alt, war lange Jahre Bewährungshelfer beim Landgericht Aachen und zieht seit 1996 mit einem wechselnden Team ehrenamtlicher Helfer für mehrere Monate im Jahr durch Städte und Dörfer in Bosnien, Serbien und Kroatien. Der Clown als Heiler, Therapeut und Friedenstifter: Als Zirkusdirektor und Zauberclown Juppino studiert er in Sarajevo, Tuzla, Banja Luka oder Srebrenica mit Kindern Clowns - , Zirkus – und Jonglage – Nummern ein.

Steh auf und geh nach Hause

"Baukommando" - diese seit Jahren bei den Martinus-Aktionen übliche Bezeichnung meint eine Gruppe rüstiger Rentner, die alljährlich ein großes Zelt für den Martinusmarkt aufbauen und durch ihren unermüdlichen Einsatz die entscheidende Voraussetzung dafür schaffen, dass wir wetterunabhängig St. Martin feiern können. Zum "Baukommando" gehörte auch Hans Engel, der die Martinus-Aktion anregte. Er hatte von dem aus dem nahen Dorf Ederen stammenden Pater Theodor Syberichs und seinem jahrzehntelangen Einsatz als Ordenspriester der Salensianer in Brasilien gehört und veranlasste uns, nähere Informationen über brasilianische Mitglieder des Ordens selbst und über Prälat Arnold Poll, den damaligen Präsidenten des Päpstlichen Missionswerkes der Kinder in Deutschland e.V (KINDERMISSIONSWERK) einzuholen.

Bäume helfen Leben retten

Unter dem Leitwort "Bäume helfen Leben retten" hatten wir uns für das Ziel entschieden, in Bangladesch Aufforstungsprojekte zu unterstützen. Wir wollten mithelfen, die katastrophalen Folgen der häufigen Überschwemmungen zu mindern, die von Menschen mit verursacht werden. Denn hemmungsloser Kahlschlag vernichtet den natürlichen Schutz durch Wälder, die bei heftigem Monsumregen die Wassermassen aufnehmen und deren Wucht bremsen können. Ein anderer Grund liegt in der Zerstörung der Mangroven an den Küstendeichen zugunsten der Landwirtschaft und der Garnelenzucht. Da die Sumpfwälder mit ihrem starken Wurzelgeflecht mehr und mehr verschwinden, richten Wirbelstürme schreckliche Verwüstungen an.

Im Müll erblüht ein Kindergarten

Charles Cervigne, Pfarrer der evangelischen Gemeinde Aldenhoven, hatte auf einer Ägypten-Reise den Stadtteil Moytamadea am Rande Kairos besucht und das gleichnamige Selbsthilfeprojekt für Menschen, die im Müll leben, kennen gelernt. Seine Schilderung über das armselige Dasein der "Müllmenschen", die vergeblich ihr Glück in der Großstadt suchen, ergänzte sein Amtsbruder J. Unkrieg, der viele Jahre als Pfarrer in der deutsch-evangelischen Gemeinde in Kairo gewirkt hatte. Er berichtete, die AKTION MOYTAMADEA hätte 1968 eine Diakonie-Schwester gemeinsam mit den dort lebenden Müllsammlern ins Leben gerufen.

Sonne kocht den Hirsebrei
Der Anstoß zur Martinus-Aktion kam von Monika Schneider, Lehrerin an der Käthe-Kollwitz-Realschule Aldenhoven. Sie und ihr Mann, der Völkerkundler Dr. Klaus Schneider, hatten drei Jahre in Burkina Faso verbracht und unmittelbar die fortschreitende Verknappung von Brennholz erlebt. Wenn hier nicht Einhalt geboten werde, stellte Dr. Schneider fest, sei in zwei Jahrzehnten jegliches Holz dem Raubbau zum Opfer gefallen. Mittlerweile sei in den Städten Brennholz teurer als die Mahlzeiten. In ländlichen Regionen müssten jeden Tag etwa zehn Kilometer zurückgelegt werden, um Holz zu besorgen. Dringend sollte Solarenergie genutzt und den Menschen praktisch nahegebracht werden, um eine weitere Ausbreitung der Wüste zu verhindern.

Brunnen für Sahel

In der Sahel-Zone herrschte seit Jahren eine Dürre mit katastrophalen Folgen für Menschen und Tiere, die zu Hunderttausenden verdursteten und verhungerten. Spontane und punktuelle Hilfsmaßnahmen - wie Bohrungen von Tiefbrunnen - waren oft ohne langfristige Konzeption und meist unkoordiniert.

Bei der Suche nach einem Kooperationspartner, der Entwicklungsarbeit als Unterstützung von Selbsthilfebewegungen begreift und umsetzt, stießen wir auf MISEREOR. Das Hilfswerk der deutschen Bischöfe vermittelte unsere finanzielle Unterstützung für den Bau von drei Brunnen in Obervolta - heute Burkina Faso.