Amelita ist ein Kind auf den Philippinen. Sie wurde im April dieses Jahres am staubigen Straßenrand der Millionenstadt Cebu City geboren und steht exemplarisch für mehr als 10.000 Straßenkinder in Cebu City, die kaum eine Chance haben zu Wachsen. Dabei ist mit „Wachsen“ mehr gemeint als „groß“ werden. „Wachsen“ heißt gesellschaftliche Teilhabe, eine Chance zu einem würdigen Leben und der Entfaltung zu einer Persönlichkeit.

Helga und Jochen Range sowie ihren Partnern vor Ort ist es wichtig, dass die Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch Strukturen für ihr Leben und Selbstwert entwickeln. Dabei muss ganz niederschwellig begonnen werden.Diese Schule besucht auch Amelitas Schwester Ninia. Hier erhalten die Kinder vieles von dem, was sie zum „Wachsen“ brauchen: Schulspeisung ( gegen Mangelernährung als Lernhindernis!!!), sauberes Trinkwasser, Wasser für die Hygiene, medizinische Hilfe und Vorsorge, Bildung und Ausbildung. Die Schule ist dort, wo die Kinder leben: am Rande der Straße.

Einigen Kindern ermöglicht die Straßenschule den Übergang in eine staatliche Schule. Die dafür nötigen Papiere und Bescheinigungen (wie Wohnsitzbescheinigung, Geburts- oder Taufurkunde) sind nur mit Hilfe der Straßenschule zu erhalten.

Helga und Jochen Range sowie ihren Partnern vor Ort ist es wichtig, dass die Kinder nicht nur Lesen, Schreiben und Rechnen lernen, sondern auch Strukturen für ihr Leben und Selbstwert entwickeln. Dabei muss ganz niederschwellig begonnen werden.

Das Leben der Kinder ist geprägt von Schmutz, Elend bis hin zu seelischer Verwahrlosung. Deshalb beginnt der Unterricht mit Körperhygiene : Die Kinder waschen sich vor dem Unterricht, die kleinen zwei – bis dreijährigen Geschwister, die mitkommen, lernen erstmals sich die Zähne zu putzen.

Im Spiel lernen die Kinder ihre sozialen Fähigkeiten zu trainieren, wie Rücksichtnahme, Mitverantwortung, gemeinschaftliche Rituale vor den Mahlzeiten und vor allem Lebensmut, Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein und Lebensfreude. Sie erfahren Vertrauen, Anerkennung und Liebe. All dies braucht ein Kind für ein gesundes „Wachsen“.

Auch wenn die Kinder in der Straßenschule der Aktion Wasserbüffel e.V. keine Zeugnisse erhalten: sie erhalten etwas viel wichtigeres – eine Chance der Hoffnungslosigkeit und dem Elend auf der Straße zu entrinnen.

Dazu benötigen sie Hilfe und Unterstützung!

Das Ehepaar Helga und Jochen Range gehört schon seit vielen Jahren zur Martinusfamilie. Wir freuen uns auf das gemeinsame Projekt und laden im Namen unseres Vereins und im Namen unserer beiden Kirchengemeinden alle Einrichtungen, Schulen, alle Freunde und Unterstützergruppen herzlich ein, die Martinusaktion 2010 gemeinsam zu feiern, zu erleben und zu gestalten. Zu den einzelnen Veranstaltungen erhalten Sie eine gesonderte Einladung und weitere Informationen. Wir freuen uns sehr auf Ihr Interesse und auf Ihr Mitmachen !

Mit Dank und mit guten Wünschen für die Urlaubs- und Ferienzeit und mit herzlichen Grüßen
Judith Cervigne Thomas Uerlichs (für den Vorstand des Vereins Martinusaktion e.V.)

 


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