Pater Dr. Pantaleon Iroegbu, Pantaleon aus Nigeria, der zwei Jahre in Jülicher Gemeinden pastorale Dienste leistete, ist der Initiator eines Wasserprojektes, das die Lebensbedingungen von Menschen in seiner Heimatpfarre Umueze-Umunumo positiv verändern soll. Man möchte die traditionelle und bewährte Wasserversorgung durch Zisternen nutzen. Durch die Sammlung von Oberflächenwasser (in der Regenzeit) und durch das Auffüllen mit Wasser aus einem nahen Fluss (in der Trockenzeit) werden sowohl die Trinkwasserversorgung gesichert als auch die Bewässerung kleiner Felder gewährleistet.

Gedacht ist an Gemeinschaftszisternen in den Ausmaßen von 9 m x 8 m x 7 m. Hierzu bedarf es sorgfältiger Bodenuntersuchungen für eine geeignete hochgelegene Position sowie genauer statischer Berechnungen für die großen Betonreservoirs. Durch unsere Martinus-Aktion wird der Bau einer Gemeinschaftszisterne finanziert.

Experten von MISEREOR leisten fachkundige Unterstützung. Denn ein Wasserprojekt kann nicht isoliert angegangen werden, sondern ist als komplexes Entwicklungsprojekt zu betrachten, das Aspekte der Gesundheit, der Hygiene, des Abwassers, der Land- und Forstwirtschaft, des Umweltschutzes, der Ausbildung, des Managements und der Ökonomie umfasst. Die Komplexität bedingt ein ganzheitliches Planen und Handeln. Wichtig ist der Einbezug der Menschen vor Ort, damit deren Erfahrungen zur Geltung gelangen, gemeinsam mit ihnen eine Problemanalyse vorgenommen und angepaßte Lösungen gesucht werden. MISEREOR arbeitet mit dem Dorfrat und dem ein Wasser-Komitee zusammen.

Zum Kooperationsverbund zählt schließlich ein Freundeskreis, dem Menschen aus den von Pater Pantaleon betreuten Pfarren angehören.