Im Senegal, in der Lepra-Station Keur Massar, 20 km von der Hauptstadt Dakar entfernt, trägt ein Haus das Schild KEUR SAINT MARTIN (deutsch: St. Martinshaus) und erinnert an Martinus-Aktionen, die wir gemeinsam mit dem Ricarda-Huch-Gymnasium Krefeld durchgeführt haben. Die Zusammenarbeit verdanken wir unserem ehemaligen Kaplan und späteren Religionslehrer am Krefelder Gymnasium - Engelbert Groß. Er unterhält heute noch als Professor an der Universität Eichstätt intensive Beziehungen zum Lepra-Zentrum.

Foto: E. Groß

 

Die Projektidee stammte vom ehemaligen Pfarrer der evangelischen Gemeinde Aldenhoven, Jürgen Fliege. Er hatte von Naturheilverfahren in Keur Massar gehört und über die AKTION CANCHANABURY (Leprahilfe Hans Reinhardt e.V., Bochum) Kontakt zur französischen Biologin und Ärztin Professor Dr. Parès aufgenommen und sie nach Aldenhoven eingeladen.

Professor Parès lehrte an der Universität Dakar. Während eines Aufenthaltes in Paris folgte sie der Einladung nach Aldenhoven und berichtete von ihrer Tätigkeit im Leprazentrum Keur Massar. Mit Unterstützung einheimischer traditioneller Therapeuten hatte Professor Parès eine Heilmethode entwickelt, bei der die Kräfte dort wachsender Pflanzen genutzt werden. Die Behandlungen sind erfolgreich und verblüffen die Schulmedizin.

Keur Massar ist zu einem neuen Zentrum der Hoffnung und des Heils für Leprakranke im Senegal geworden.